Haende mit Desinfektionsmittel
Bild: Kelly Sikkema - unsplash

Desinfektionsmittel – das neue Weihwasser

Denken bedeutet mehr, als unter den hypothetischen Vorzeichen eines bestimmten Erklärungsmodelles beobachtbare Effekte der sinnlichen Wahrnehmung kausal-logisch zu verknüpfen. Denken bedeutet fragend und suchend Zusammenhänge zu erschließen, in welchen die Phänomene der Wahrnehmungswelt sinnhaft aufgehoben sind. (3)

Marion Koffend

25.1.2021

In unzähligen Medien war in den letzten Wochen im Zusammenhang mit der Coronaerkrankung zu lesen: Der Körper bilde zwar Antikörper aus, aber diese verblieben nur ca. 2 - 8 Wochen im Körper. Insofern sei eine Immunität mit einer durchgemachten Coronakrankheit nicht mit Antikörpern im Blut zu belegen, sondern nur durch eine zweifache Impfung. Solche Sätze publizieren Redakteure aus Wissenschaftsabteilungen der großen Medienhäuser. Man möchte doch meinen, diese Leute seien fachlich versiert. Bedauerlicherweise ist das, bei näherer Betrachtung, aber nicht der Fall.

Zuvorderst muss gesagt werden, dass ein Virus nicht alle Menschen im gleichen Maße ansteckt, wie beispielsweise ein Motor verlässlich seinen „Geist“ aufgibt, wenn man Zucker in den Benzintank gibt. Der Mensch ist keine Maschine. Noch nicht!

Symbiose

Seit Anbeginn der Menschheit leben wir mit Viren in Symbiose. Wir, das heißt unser Körper lernt von diesen kleinen „Plagegeistern“ sein Immunsystem weiter zu entwickeln, so wie Eltern durch Ihre Kinder lernen ihren Charakter auszubilden. Der Mensch kommt also nicht drum herum sich mit Viren auseinander zu setzen. Das soll nun nach Denkart der „neuen“ Wissenschaft der Vergangenheit angehören, u.a. durch unzählige Roundup-Impfungen. Das wäre so als würde die Notwendigkeit Kinder in die Welt zusetzen als schädlich angesehen, da diese unsere Kräfte immer wieder auf harte Proben stellten, und wir als Eltern auch komplett versagen könnten. Aber sind wir nicht schon so weit? Wird doch von einigen ganz Fortschrittlichen immer wieder betont, wie bspw. umweltschädlich Kinder doch seien und dass sich jeder gründlich überlegen sollte, welche in die Welt zu setzen.

Solche Thesen sind Ausdruck eines Denkens, das nichts anderes tut, als unter hypothetischen Vorzeichen eines bestimmten reduktionistischen Modells, beobachtete Effekte, rein theoretisch, ohne realen Wirklichkeitsbezug, zu verknüpfen und daraus dann Gesetzmäßigkeiten abzuleiten. Wo uns dieses Denken hingeführt hat, sehen wir an der Corona-Krise deutlich. Alle Menschen sind heute potenzielle Gefährder oder selbst in Gefahr.

Immunsystem

Um eins mal richtig zu stellen, der Mensch hat nicht nur Antikörper, die Erreger vernichten. Das Immunsystem ist ein komplexes. Da gibt es die Schleimhäute, die Haut an sich, der Darm, der Thymus, welcher die spezifischen Antikörper herstellt und, und, und.

Bei vielen Krankheiten spielt unser spezifisches Immunsystem, welches mit speziell trainierten Zellen arbeitet, eine viel größere Rolle als von den heutigen Wissenschaftlern kommuniziert. Am Beispiel Röteln kann man dies anschaulich erklären. Röteln ist im Allgemeinen eine ungefährliche Krankheit. Es sei denn sie tritt in den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft auf, denn dann ruft sie sehr oft Hirn- oder andere Nervenschäden beim Embryo hervor, was zu Behinderung des Kindes führt. Das Mittel der Wahl ist: impfen. Es wird empfohlen, Mädchen spätestens mit Eintritt ins Jugendalter, gegen Röteln zu impfen. Röteln verlaufen aber sehr oft unbemerkt ab, sogar ohne den namengebenden Ausschlag. Das nennt man „stille Feiung“. Diese stille Feiung gibt es bei vielen Krankheiten und sie ist über einen ganz bestimmten Antikörper nachweisbar, welcher T-Memoryzelle genannt wird. Das „T“ steht für Thymus, was bedeutet, dieser Antikörper hat eine spezielle Schulung im Thymus durchgemacht. Ist er im Blut eines Menschen zu finden, weiß man, dass er diese Krankheit durchgemacht hat und immun ist – und das fast immer ein Leben lang. Immun deswegen, weil diese kleinen Kerle immer in der Blutbahn patrouillieren. Treffen sie auf einen Erreger (Antigen) schlagen sie sofort Alarm und geben anderen Abwehrzellen den Befehl Antikörper gegen den Erreger herzustellen und diesen zu vernichten. Der Abfall wird dann von den Fresszellen, genannt Makrophagen aufgefressen und verdaut – vereinfacht erklärt.

immunsystem

Auch eine durchgemachte Coronakrankheit hinterlässt, egal ob mit leichten oder schweren Symptomen, diese T-Memoryzellen, was eine Innsbrucker Studie einwandfrei bewiesen hat. (1) Diese wichtige Tatsache wird öffentlich nur unzureichend kommuniziert. Und wenn, wird sie damit relativiert, dass wir angeblich nicht wissen, ob diese T-Memoryzellen dauerhaft im Körper verbleiben. Und das, obwohl die Wissenschaft weiß, dass bei Masern, Mumps, Röteln, Scharlach u.s.w. durch die T-Memoryzellen eine lebenslange Immunität besteht!

Die Angst vor dem Tod

Es sei noch bemerkt, dass durch die Jahrhunderte lange Tradition, besonders der katholischen Kirche vor allem unsere westliche Welt in Angst vor dem Tod lebt. Wir sterben und das ist deswegen so schlimm, weil nach dem Tod erst einmal die „Abrechnung“ kommt. War ich ein ungehorsamer Sünder, werde ich nach Doktrin der Kirche große Qualen im Jenseits erleiden müssen. Das ist vielleicht auch einer der Gründe, warum sich immer mehr Menschen vom Glauben abwenden und sich als Atheisten begreifen. Was die Sache aber nicht besser macht, denn die Angst vor dem Tod verschwindet dadurch nicht, sie bleibt. Das Nichts, was mit dieser Einstellung nach dem Tod kommt ist genauso wenig zu durchschauen, wie die Angst vor dem „Fegefeuer“. Hätte man uns seit Jahrhunderten erzählt: der Tod sei auf der anderen Seite ein freudiges Ereignis einer Geburt, würden wir dem Tod ganz anders gegenübertreten. Auch die Angst vor dem Tod durch Corona würde nicht in der Form auftreten, wie es aktuell oft der Fall ist. Die Corona-Propaganda, die uns ja in erster Linie in Angst und Schrecken versetzen will, könnte uns nichts mehr anhaben. Denn es fahren nachts während der Sperrstunde weder Lastwagen herum, um Leichenberge einzusammeln, noch sind mindestens in jedem zweiten Haushalt, in der eigenen Straße, Todesfälle durch Corona Realität.

Wissenschaftliches Glaubensbekenntnis

Nochmal zurück zu den modernen Formen des oben genannten hypothetischen Wissenschaftsdenkens, das sich mittlerweile zu einem bösartigen Geschwür entwickelt hat. Heute, in unserer hochtechnisierten Zeit, ist unser Glaubensbekenntnis: Der Mensch für sich genommen sei zu beschränkt, um komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge zu beurteilen. Die Künstliche Intelligenz (KI) sei viel gescheiter um analytische Aufgaben zu erledigen. Und da sie wesentlich mehr elektrische Impulse in wesentlich kürzerer Zeit als das menschliche Gehirn zusammenfügen kann, müssen wir ihren Berechnungen uneingeschränkt Glauben schenken. Der Mensch wird heute also genauso wenig in Freiheit versetzt, wie in alten Zeiten der katholischen Doktrin, die ihn abhängig von ihn bestimmenden dunklen Kräften gemacht hat.

Was dem Bösen das Weihwasser ist, ist dem Virus das Desinfektionsmittel

So wie damals das Weihwasser den Mensch vor Bösem bewahren sollte, so ist es heute das Desinfektionsmittel was ihn vor dem Virus bewahren soll. Und genau das ist die Verfassung mit der viele Menschen leben. Nur aus diesem Grund kann man uns alles als wahr aufschwatzen, was die vollkommen undurchschaubare KI für uns errechnet. Als Resultat des Ganzen müssen wir zukünftig alle, dem Ablassbrief gleich, den Immunitätsausweis als "Dokument der Reinheit", mit uns führen, wollen wir am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Obwohl die Beweisführung eines sichtbaren Virus lediglich auf Berechnungen der Künstlichen Intelligenz beruht!

Ausweg

Gibt es einen Ausweg aus diesem Dilemma? Aber ja doch. Der Mensch ist sehr wohl ein verständiges Wesen und kann durchaus Dinge selbst beurteilen. Auch das menschliche Immunsystem. Zurück also zu unseren T-Memoryzellen. Es gibt 3 Labore in Deutschland (2), die eine T-Memorizellen Titerbestimmung anbieten. Dazu geht man einfach zum Arzt seines Vertrauens und lässt sich eine Blutprobe entnehmen. Die Kosten werden nicht von der Krankenkasse übernommen und liegen bei durchschnittlich 130,- Euro. Fällt er positiv aus, ist man immun. Und das ist keine politische Frage, sondern lang bewiesenes wissenschaftliches Grundwissen. Wer T-Memorizellen gegen eine Krankheit hat, ist immun. Auch Mutationen desselbigen Erregers werden schnell erkannt. Das Immunsystem passt seine Antikörper einfach nur noch an. In der Presse findet man hin und wieder die Angabe, die T-Zellen würden sich im Laufe der Zeit verringern. Das ist zwar richtig, spielt allerdings gar keine Rolle, da mit Auftauchen eines Erregers ihre Vermehrung sofort wieder eingeleitet wird. Das nennt man Auffrischung der Immunität. Sie sind also immun nach durchgemachter Krankheit. Sie werden nicht wieder an Corona erkranken. Hier führen manche Menschen an, sie seien erkrankt gewesen, allerdings ohne signifikante Symptome, aber der daraufhin durchgeführte PCR-Test sei positiv gewesen. Nach ihrer Aussage hätten sie also erst eine leichte Coronaerkrankung durchgemacht, und später sei die Krankheit dann noch einmal mit wesentlich schwereren Symptomen aufgetreten. Das beweist nicht, dass man beim ersten Mal keine Immunität aufgebaut hätte, sondern dass das positive Ergebnis des PCR-Tests falsch war. Denn, wie schon oben erwähnt, belegt die Innsbrucker Studie (1) eindeutig, wer Corona hatte, egal ob mit leichten oder schweren Symptomen, entwickelt automatisch eine ausreichende Menge an spezifischen T-Memoryzellen. Haben sie ein positives T-Memoryzellen Titerergebnis sind sie immun und werden niemanden anstecken. Krankheitserreger, die in den Körper eindringen, müssen schließlich die Körperzellen erreichen, um sich zu vermehren. Erst dann kann ein Mensch einen anderen anstecken. (1) Dazwischen steht aber das humorale Abwehrsystem mit seinen spezifischen T-Memoryzellen, die dem Immunsystem melden: Antikörper gegen Corona herstellen. zeitgleich wird die Anzahl der T-Memoryzellen erhöht! Sie müssen nach durchgemachter Krankheit also keine Angst haben. Und was ganz wichtig ist, auf Sie treffen die ganzen Hygienemaßnahmen nicht mehr zu und Sie sind bewiesenermaßen davon zu befreien. Ob der Maßnahmenstaat dies anerkennt, muss man vielleicht vor Gericht klären. Aber immun sind Sie!

In diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen den sehr geistreichen wie wissenschaftlichen Artikel von Andreas Matner, der mich zu meinem Text inspiriert hat, mit dem Titel: Das Angstparadigma der Virologie und die Homöopathie – Zum verfehlten Infektionsbegriff der naturalistisch-partikularistischen Medizin, ans Herz legen. (3) (Erschienen im Europäer Ausgabe Dez/Jan 2020/21)


T-Zellen Immunität statt Impfung

Die Impfung soll uns gegen SARS-Cov-2 schützen – aber was, wenn das gar nicht nötig ist? Neueste Forschungsergebnisse belegen, dass weite Teile der Bevölkerung bereits gegen Corona immun sind, häufig, weil sie vor 2020 mit ähnlichen Viren in Kontakt waren, oder auch mit SARS-Cov-2 ohne etwas davon bemerkt zu haben. Diese Immunität bleibt über viele Monate, vielleicht sogar Jahre, aufrecht. Herausfinden kann man dies durch einen einfachen Bluttest, bei dem T-Zellen näher untersucht werden. PCR- und Antigentests bieten hingegen nur Momentaufnahmen mit hoher Fehlerquote. Weist man Immunität gezielt nach, könnten bereits immune Menschen wieder uneingeschränkt leben und arbeiten, während Risikogruppen besser erkannt und entsprechend geschützt werden können.

Es diskutieren mit Dr. Hannes Hofbauer:

DDr. Christian Fiala, Wien

Dr. Peter F. Mayer, Wien

Univ. Prof. DDr. Christian Schubert, Innsbruck

Quellen:

Zum Autor:

Marion Koffend

Marion Koffend Jahrgang 63, ist Chefredakteur der 2017 gegründeten Zeitung Zivilimpuls. Sie ist weder Journalistin noch ist sie Medienschaffende gewesen. Die Not der Informationslücken nötigte sie zu dem Schritt eine eigene Zeitung zu gründen, um der Gegenseite eine Stimme zu verleihen.