Höhlengleichnis
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Corona oder der Kampf um die Krone der Schöpfung

Für Sie gelesen

22.1.21

In einem Artikel (Dez./Jan. 2020 Der Europäer) wurde von Irene Diet der Unterschied zwischen technokratischem und erkenntnistheoretisch fundiertem Wissenschaftsverständnis herausgearbeitet. Ihr Text mit dem Titel: „`Corona´ oder: Der Kampf um die Krone – Die Corona-Krise als Not-wendige Erkenntnis-Krise“ wird vielen, die die ausschließlich auf Computermodellen und Annahmen basierenden Naturwissenschaftsmodellen als wirklichkeitsfremd ansehen, aus der Seele sprechen.

Alter und moderner Aberglaube

Vorab ein zentraler Gedanke, von Rudolf Steiner, auf den sich Irene Diet in in ihrem Text bezieht: „…ich möchte weder irgendwelche Partei nehmen für den alten Aberglauben, daß Teufel und Dämonen herumgehen als Krankheiten und in die Menschen aus und einziehen, noch möchte ich Partei nehmen für den modernen Aberglauben, daß die Bazillen und Bakterien in den Menschen einziehen und ausziehen und die Krankheiten bewirken. Ob man es zu tun hat mit einem spiritistischen, spirituellen Aberglauben von altersher, ob mit einem materialistischen Aberglauben, das mag uns heute weniger beschäftigen. Aber berühren möchte ich etwas, was unsere ganze Zeitbildung durchdringt, namentlich insofern diese Zeitbildung abhängig ist von den wissenschaftlichen Grundüberzeugungen unserer Zeit. Wenn auch heute von vielen Seiten versichert wird, daß wissenschaftlich der Materialismus, wie er sich in der Mitte und noch im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts geltend gemacht hat, überwunden sei, so kann doch diese Behauptung nicht gelten für denjenigen, der nun wirklich das Wesen von Materialismus und seinem Gegenteil durchschaut; denn es ist dieser Materialismus höchstens für einige Menschen überwunden, die sehen, daß die heutigen wissenschaftlichen Tatsachen nicht mehr zulassen, daß man in Bausch und Bogen erklärt: Alles, was es gibt, ist nur irgendein mechanischer, physischer oder chemischer Prozeß, der sich im Materiellen abspielt. — Damit ist es nicht getan, daß, gezwungen durch die Macht der Tatsachen, einige Menschen zu dieser Überzeugung gekommen sind. Denn gegenüber dieser Überzeugung steht die andere Tatsache da, daß nun trotz dieser Überzeugung auch diejenigen, die sie haben, und die anderen erst recht, wenn es darauf ankommt, irgend etwas konkret zu erklären, sich eine Anschauung über irgend etwas Konkretes zu bilden, dann doch in die Denkweise die materialistische Richtung aufnehmen. … Wir erklären die Welterscheinungen aus dem Verhalten und aus der gegenseitigen Beziehung der Atome oder der Molekularprozesse heraus, und es kommt da nicht darauf an, ob wir uns nun die Vorstellung machen: irgendein Gedanke, ein Gefühl oder irgendein anderer Prozeß hänge nur mit materiellen Vorgängen der Atome und Moleküle zusammen, sondern es kommt darauf an, welche Richtung unsere ganze Seelenverfassung, welche Richtung unser Geist annimmt, wenn er zu seinen Erklärungen nur das als Grundlage annimmt, was atomistisch gedacht ist, was aus dem Kleinsten, dem erfundenen Kleinsten hervorgeht. Nicht ob man wortwörtlich oder gedanklich die Überzeugung hat: es gibt noch etwas anderes als atomistische Wirkungen, materielle Atomwirkungen, nicht darauf kommt es an, sondern darauf, ob man die Möglichkeit hat, andere Weltenerklärungen zur Richtschnur seines Geistes zu machen als das Herleiten der Erscheinungen aus dem Atomistischen. Nicht was wir glauben, sondern wie wir erklären, wie wir uns in der Seele verhalten, darauf kommt es an.“ (2)

Folgende Themen werden in ihrem Text behandelt:

Um die Zukunft der Menschheit ist ein Geisteskampf von ungeahnter Schärfe ausgebrochen.

In einer Krise aber entsteht die Frage nach dem Sinn des Geschehens. Ohne Sinn, den er begreifen kann, verliert der Mensch sich selbst; im begriffenen Sinn wird ihm Entwicklung möglich. Entwicklung vollzieht sich heute, im Zeitalter der Bewusstseinsseele, nur innerhalb von Bewusstheit; sie setzt diese als Grundbedingung voraus.

Wissenschaft und Aberglaube

Es ist ein unendlich kleines, vereinzelt gedachtes genetisches «Schnipselchen», das zum Herrscher über die Menschheit geworden ist. …in den Darstellungen der Medien meist in der Größe einer Handfläche. Wenn wir diese millionenfach wiederholten Abbildungen, mit denen wir seit mehreren Monaten überflutet werden, ernst nehmen, wäre ein Mensch im selben Verhältnis 1,8 Millionen Meter groß. Dies aber beträgt etwa die Strecke zwischen Berlin und Moskau.

Welche Rolle spielt die Erkenntnis für den Menschen, ja: welche Rolle hat die Erkenntnis beim Mensch-Sein beziehungsweise Mensch-Werden? Ist diese ein mehr oder weniger zufälliges Beiwerk des Menschen oder ist sie – das Wesen des Menschen selbst?

Die ins Zerstäuben drängenden Vorstellungen. In die sichtbare Welt hineingezwungen wurde dasjenige, was heute als ein Virus gilt, erstmals in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts mit dem damals neu entwickelten Elektronenmikroskop.

Die „String-Theorie“

Das fundamentale Problem in der Strukturbiologie: Die dreidimensionalen Strukturen von Molekülen werden nicht direkt gemessen, sondern die Messdaten aus NMR (nuclear magnetic resonance), Kristallographie oder Kryo-Elektronenmikroskopie (Kryo-EM) müssen erst prozessiert und anschließend mit einem Strukturmodell interpretiert werden.

Wer diesen sehr interessanten Artikel im neuen Heft "Der Europäer" (Ausgabegerne Dez/Jan) ganz lesen will, kann ihn dort als PDF-Datei herunterladen. (3)

Irene Diet, geboren 1959 in Leipzig, damalige DDR, Studium der Geschichte und Philosophie, 1985 Umzug nach Paris und Fortsetzung der Studien an der Sorbonne; seit 2002 wohnhaft in Berlin.

Seit 1989 ausschließlich anthroposophisch tätig. Autorin verschiedener Bücher und zahlreicher Artikel; Seminar- und Kursleiterin; Vortragende.

Ihr Hauptanliegen besteht darin, das Wesen der Anthroposophie Rudolf Steiners so zu ergreifen, dass sie ihrer Aufgabe, die Antwort auf die „Menschensehnsucht der Gegenwart“ zu sein, entsprechen kann (siehe „Anthroposophie – Eine Zusammenfassung nach einundzwanzig Jahren“, GA 234). Im Mittelpunkt meiner Forschungen steht das Leben und Wirken Rudolf Steiners; im Zentrum meiner Seminare, Vorträge und Kurse der Schulungsweg des Einzelnen, wie er sich in einer Gruppenarbeit an den Texten Rudolf Steiners zu entwickeln vermag.(1)

Quellen: