Jessica Becker
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Angst vs. Bewusstsein

Warum Denken nicht funktioniert, wenn man Angst hat.

25.11.2020

Im September 2020 führte Marion Koffend (MK) für Zivilimpuls ein Interview mit der Hamburger Ärztin Jessica Becker (JB) über den menschlichen Stressstoffwechsel und die „Heart Brain Coherence Methode“ (HBC), die dabei helfen kann den Stress zu minimieren und in Stresssituationen die Nerven zu behalten.

Aufmerksam wurde ich auf Jessica Becker, als sie auf der Oldenburger Querdenken Kundgebung redete. Was sie dort über Angst und Angstbewältigung sagte, faszinierte mich so, dass ich sie fragte, ob sie dazu bereit wäre Zivilimpuls ein Interview zu geben. Sie sagte mir zu und wir trafen uns im September online zum Interview.

Jessica Becker, Jahrgang `69, ist Diplomchemikerin und hat lange als Softwareentwicklerin gearbeitet. Eigentlich wollte sie aber immer schon Ärztin werden. Was sie mit 35 Jahren umsetzte und Medizin zu studieren begann. Sie sei insofern eine ordentlich ausgebildete Ärztin, wie sie lächelnd bestätigt. Neben ihrer Arbeit in der Akutmedizin hat sie als Alleinerziehende ihre Tochter groß gezogen. Sie hat auch einige einige Monate in England in der Akutmedizin gearbeitet, was, wie sie sagt, mit einer 60-Stundenwoche extrem anstrengend war. England war nun auch der Ort, an dem sie auf die HBC-Methode stieß, die sie heute erfolgreich bei ihren Patienten anwendet und die auch Ihnen über dieses Interview ein wenig näher gebracht werden soll.

MK: Liebe Jessica Becker, was ist die HBC für eine Methode?

JB: Nun zuallererst muss ich sagen, dass HBC in Deutschland nicht als Behandlungsmethode anerkannt ist und mich deswegen nötigt mich als Coach für HBC zu bezeichnen.

MK: In deiner Rede auf der Oldenburger Querdenkendemo sagtest Du, das Herz denkt. Ein faszinierender Gedanke. Kannst Du das einerseits für die energetische und andererseits medizinisch/physiologische Ebene erklären?

JB: Um es kurz zu machen, in den 60er Jahren fing man in der Medizin an Herzen zu transplantieren. Die Technik „Pumpe raus Pumpe rein“ ging relativ einfach, allerdings waren die Immunsuppressiva damals so schlecht, dass die Menschen nach der Transplantation nicht länger als einige Tage oder Wochen überlebten. Man kam deshalb schnell wieder davon ab. Als die Immunsuppressiva besser wurden, überlebten dann auch mehr Menschen und wesentlich länger eine solche Transplantation.

Dann geschah aber was total Verrücktes, nach der Herztransplantation fingen die Patienten an die persönlichen Eigenschaften von ihren Spendern anzunehmen. Vorlieben, Abneigungen und auch Charaktereigenschaften, die sie vorher gar nicht hatten und die eindeutig vom Spender kamen, waren bei ihnen zu beobachten.

Zuerst hat man dieses Phänomen in der medizinischen Fachwelt nicht Ernst genommen. In Folge der Erklärungsnot psychologisierte man diese Menschen. Bis ein Psychiater, Dr. Paul Pearsall – damals Chefarzt der psychiatrischen Abteilung des Mount Sinai-Krankenhauses auf Hawaii, herausfand, dass diese Wesensveränderungen eben nicht mit psychischer Krankheit zu erklären sei, sondern diese Menschen gesund seien und etwas anderes dahinter stecken müsse.

Die Geschichten über Wesensveränderungen nach einer Herztransplantation häuften sich und wurden auch alle in der medizinischen Fachwelt dokumentiert. Das Schlüsselerlebnis für Pearsall, welches ihn letztlich zu seiner These, vom „Zellgedächtnis“ und dem „denkenden Herzen“ brachte, hatte er auf einem Fachkongress. Auf diesem Kongress wurde ihm, nach einem Vortrag zur „Wesensveränderung nach Herztransplantationen“ von einer Psychiaterin berichtet, sie hätte eine achtjährige Patientin gehabt, die das Herz eines zehnjährigen ermordeten Mädchens transplantiert bekam. Das Kind war bei ihr in Behandlung, weil sie von einem Mann träumte, der ihre Organspenderin umbrachte. Die Ärztin, wie die Mutter des Mädchens kamen nach und nach zu dem Schluss, dass es den Mörder ihrer Organspenderin im Traum erkannte. Daraufhin gingen sie zur Polizei, und anhand ihrer Beschreibung konnte der Mörder tatsächlich gefasst werden. Die Beweise die das Mädchen lieferte, wären so hieb und stichfest gewesen, dass der Täter problemlos überführt und verurteilt werden konnte.

Dadurch kam Pearsall zu dem Schluss: wenn Menschen nach Herztransplantationen Bilder und Erinnerungen vom Spender haben, dann muss es irgendeine Struktur im Herzen geben, die diese Information speichert. Zellen, die Informationen speichern, sind Neuronen – Nervenzellen.

Nachdem die Wissenschaft nicht mehr wegsehen konnte, da sich diese Berichte häuften, gingen sie dazu über das Herz selbst zu untersuchen. Und siehe da, sie fanden 40.000 Neuronen im Herzen, die sogenannten „Sensory Neurites“ (sensorische Neuronen), die man heute das „kleine Gehirn des Herzens“ nennt.

Mit dieser Entdeckung änderte sich das Verständnis über die Informationsübertragung im Körper. Man dachte bis dahin nämlich immer, das Gehirn gäbe den Befehl und der Körper „dackele“ nach – nein, es ist das Herz, was das „Go“ gibt. Der französische Neurologe und Psychiater, Dr. David Servan-Schreiber, hat dies in seinem Buch „Die neue Medizin der Emotionen“ mit 60 Literaturzitaten ausführlich beschrieben.

Bild 1, anatomisch korrekte Darstellung eines Herzens mit den verzeichneten sensorischen Neuronen.

Herz
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Diese Neuronen sind die selben, wie die des Hippocampus, nämlich Lang- und Kurzzeitgedächtniszellen. Ebenfalls besitzen sie die Fähigkeit der Plastizität, das heißt sie sind lernfähig und können sich verändern und verbinden, wie die Neuronen des Gehirns.

Bild 2, die hellen runden Zellen sind Nervenknoten, eingebettet im Herzgewebe, die schlanken dunklen Herzmuskelzellen. Die fasrigen Strukturen im Innern sind Nervenleitbahnen, die Axiome.

Herz
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Das heißt, das Postulat, dass irgendeine Struktur im Herzen Erinnerungen speichert, war damit bewiesen. Gleichzeitig veränderte sich dadurch auch das Verständnis über den Informationsaustausch zwischen Gehirn, Körper und Herz.

Nach dieser neuen Erkenntnis war bewiesen, dass das Herz die Priorität besitzt. Vereinfacht: wenn wir in Stress geraten, meldet das Herz dem Gehirn: ich bin total im Stress - mach mal was. Das Gehirn wirft daraufhin seinen Stressstoffwechsel an. Es werden Kortison, Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet.

Und genauso wie das Herz das „Go“ für den Stressstoffwechsel gibt, gibt es das auch für den Balancestofffwechsel – ein „alles ist gut Signal" und eine darauf folgende Ausschüttung von Antikörpern und Anti-Aging Hormonen.

MK: Wie hält der Körper aber einen Stress aus, der nicht endet? Was ist wenn der Mensch sich nicht wieder beruhigen kann?

JB Dann setzt ein Mechanismus ein, den man Traumabonding nennt. Das ist der Moment, wo das Gehirn zusätzlich zu den Kortison, Adrenalin und Noradrenalin, Endorphine ausschüttet, was den Stress- oder Panikzustand aber nur kaschiert und zudem auch noch süchtig macht. Im Endeffekt läuft der Stressstoffwechsel weiter. Es ist also nur ein reiner Überlebensmechanismus, der den Stressstoffwechsel lediglich überdeckt.

Das heißt Menschen, die im Stressstoffwechsel stecken und im Traumabonding ihren Endorphinen unterliegen, sind wie im Nebel. Sie können nicht mehr klar denken. Das Kortison lässt nämlich den den Hippocampus schrumpfen und das bedeutet, man kann Informationen weder rational verarbeiten, noch sie geordnet abrufen oder ablegen, man kann sich also nicht mehr erinnern.

Bild 3, Abbildung des Gehirns, der gelbe Bereich ist die Großhirnrinde (Neocortex) in dem die Informationen und das Wissen abgelegt sind. Der orangene Bereich ist das Limbische System, auch das Reptiliengehirn genannt.

Gehirn
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Das Limbische System ist quasi das Gehirn der Gefühle. Es verarbeitet Angst, moduliert Wut und Gelassenheit und verarbeitet Lust und Sucht. Weiter steuert es auch die Körperfunktionen wie Atmung, Herzrhytmus, Blutdruck, Appetit, Schlaf, Libido, Produktion und Ausschüttung von Hormonen und das Immunsystem. Das heißt also dieses System ist so zu sagen unser „Basic Operating System“ – wir können im Koma liegen – unser Großhirn ist komplett abgeschossen und trotzdem funktionieren Atmung, Herzschlag und Blutdruck einwandfrei.

Dr. David Servan Schreiber hat durch ein Experiment, das 2004 im Science Journal veröffentlicht wurde, herausgefunden, dass der einzige Ort, an dem Angst verarbeitet wird, das Limbische System ist. Das Limbische System ist der Sitz unseres Unterbewusstseins. Man kann sagen, im Angstmodus befindet sich der Mensch auf dem geistigen Niveau einer Eidechse, denn das Großhirn (Neocortex) ist, laut Schreiber, nicht an der Angstbewältigung beteiligt. Die beiden kommunizieren also im Angstzustand nicht miteinander. Die Frage ist nun, wer kontrolliert wen, das Limbische System den Neocortex oder der Neocortex das Limbische System? Es ist das Limbische System – Gefühle schlagen die Logik.

Warum ist das so? Wenn in den frühen Zeiten der Menschheit, als wir noch in Höhlen lebten, ein Bär auf uns zu rannte, begannen im Großhirn sich Gedanken gegenseitig abzuwägen: „Loch zum verstecken graben“ oder doch besser „den Bär angreifen und erschlagen? Bevor diese Gedanken zum Tod des Menschen führten, gab das Limbische System den Befehl, den Neocortex abzuschalten und den Mensch, quasi nur von seinen Instinkten geleitet, wegrennen zu lassen. Die Menschen, bei denen das Limbische System so funktionierte, überlebten und so wurde dieser Mechanismus bis heute genetisch weiter gegeben.

Das heißt, bei den meisten Menschen, wenn sie in Angst geraten, fluten die Stresshormone an, haben diese einen bestimmten Wert erreicht wo das Limbische System zu dem Schluss kommt: „Hier ist eine Situation, in der es um Leben und Tod geht“, dann wird der Neocortex von jetzt auf gleich ausgeschaltet. Ab diesem Moment, und das ist wichtig zu wissen, hat ein Mensch weder Zugriff auf sein Wissen, noch auf sein logisches Denkvermögen. Im Stressstoffwechsel funktionieren wir auf dem Niveau eines gejagten Tieres.

Das veranschaulicht das Phänomen der Prüfungsangst ganz gut. Auch wenn man noch so fleißig für die Matheprüfung gelernt hat und zuhause alle Aufgaben konnte, ab dem Moment wo die Prüfungsangst einsetzt, schaltet das Limbische System den Neocortex ab und man hat keinerlei Zugriff mehr auf sein Wissen. Wenn also der Pegel der Stresshormone ins unermessliche steigt, schaltet das Limbische System den Neocortex ab, weil es der Überzeugung ist, es geht jetzt in dieser Situation um Leben und Tod, und das Großhirn sei nun überflüssig. Ob es dafür einen objektiven Auslöser gibt oder ob es nur Kopfkino ist, spielt in diesem Moment keine Rolle. Einzig und allein der Schwellenwert der Stresshormone macht den Ausschlag.

MK:Und diese Stresshormone werden wie angestoßen?

JB: Der Mensch ist das einzige Wesen, das sich alleine durch seine Gedanken, respektive Kopfkino, krank machen kann. In der Natur ist es hingegen so: Gazelle sieht Löwen, Gazelle ist im Stress und rennt weg, Löwe ist nicht mehr da und die Gazelle ist wieder im Balancestoffwechsel und happy.

Das heißt, ein Tier hält den Stressstoffwechsel nicht am laufen ohne eine äussere Ursache (Leben) . Der Mensch hingegen hat die Entscheidungsfreiheit, negative Gedanken am laufen zu erhalten oder nicht. Wir wissen heute, dass der Neocortex und das Limbische System nicht miteinander kommunizieren. Der Neocortex ist im Stress ausgeschaltet und nicht in der Lage mit dem Limbischen System zu kommunizieren. Die einzige Art und Weise die Angst aufzulösen, ist, sie mit der Sprache des Unterbewusstseins anzusprechen, sprich mit Emotionen. Angst kann man also nur mit Emotionen auflösen, indem das Herz dem Limbischen System, also unserem Unterbewusstsein, signalisiert, dass alles in bester Ordnung ist. Um uns herum kann der Krieg ausbrechen. Wenn das Herz das Signal gibt, können wir uns sofort von Angst befreien. Mit der HBC-Methode geht das innerhalb von Minuten.

MK: Du hast gesagt das eine Struktur des Limbischen Systems, nämlich das Seepferdchen (der Hippocampus) schrumpft, wenn es einem gut geht und der Mandelkern (die Amygdala) wächst, wenn man Angst hat?

JB:Das ist eine Erkenntnis aus dem Traumabonding. Also, wenn wir einen Stressstoffwechsel fahren, dann steht unser Körper unter dem ständigen Beschuss von Kortison und das bewirkt ganz viel, aber auf zwei Strukturen des Limbische Systems hat das eine besonders starke Wirkung, nämlich auf den Mandelkern (die Amygdala), die für die Angstverarbeitung zuständig ist, wächst, was bedeutet: wir werden immer anfälliger für äußere Einflüsse. Das kann soweit gehen, dass wir hinter jeder Ecke jemanden vermuten, der uns schaden will. Man befindet sich dadurch in ständiger Übererregbarkeit, was wahnsinnig anstrengend ist. Indes wird der Hippocampus (das Seepferdchen), zuständig für das Treffen von rationalen Entscheidungen und das geordnete Wegsortieren von Informationen in den Neocrtex, immer kleiner. Da ja, wie oben schon beschrieben, in einem solchen Panikmodus keine intellektuellen Hochleistungen benötigt werden – denn es geht ja nur ums nackte Überleben. Das Gehirnareal, was für rationale Entscheidungen steht, ist nicht nutzbar, da ausgeschaltet. Im englischen nennt am das „Brain Fog“ (Gehirnnebel), man kann sich, wie gesagt, an nichts mehr erinnern, sich nicht konzentrieren und man bekommt die einfachsten Dinge des Alltags nicht mehr geregelt.

MK: Herz und Hippocampus haben also die selbe Nervenzellstruktur. Heißt das dann auch, je kleiner der Hippocampus desto schwerer wird die Kommunikation zwischen ihm und dem Herzen?

JB: Dazu kann ich explizit nichts sagen, da bin ich jetzt überfragt, aber was ich sagen kann, ist, dass man durch die „Quick-Coherence-Technique“ (eine abgekürzte Notfallübung der HBC-Methode für den Alltag) es schaffen kann, den Stressstoffwechsel zu durchbrechen und wieder in die Klarheit zu kommen. Denn wenn der erhöhte Kortisonspiegel im Normbereich gehalten wird, erreichen sowohl die Amygdale als auch der Hippocampus ihre normale Größe und somit ihre normale Funktion.

Das heißt, wenn man es dem Limbischen System schön „kuschlig“ macht, und „Heart-Brain-Coherance“ ist die kraftvollste Methode, die ich kenne, um die Nerven zu behalten, dann „erlaubt“ das Limbische System dem Neocortex wieder zu funktionieren und sein volles Potential zu entfalten. Also, alein auf den Befehl des Herzens kann das Gehirn den Stressstoffwechsel durchbrechen.

MK:Jetzt würde ich gerne noch ein wenig mehr über diese Methode erfahren. Kannst Du dem Leser einige Tips geben, was er tun kann, um seinen Stressstoffwechsel zu durchbrechen?

Bild 4, Herzratenvariabilität bei der Heart-Brain-Coherence Methode

Herzrate
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JB:Ja, aber vorab noch ein wenig Hintergrundwissen (Bild 4): Hier sieht man, wie zwei Probanden eine Herzfrequenz von 70 Schläge pro Minute haben. Man könnte also sagen, ja diese beiden Frequenzen sind gleich. Allerdings ist die Herzratenvariabilität komplett unterschiedlich. Auf der oberen Abbildung (rot) ist es total ungeordnet und chaotisch – es handelt sich um eine Person, die sich in einem Zustand der Frustration, Angst, Sorge oder Verärgerung befindet – Was man als einen energetisch höchst ungünstigen Zustand bezeichnen kann. Diese Person befindet sich im Stressstoffwechsel bei einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 70 Schläge pro Minute.

In der unteren Abbildung (blau) sieht man die Herzfrequenz einer Person, die beschlossen hat, mit Hilfe der HBC-Methode für das Herz das Go zu geben, sich zu beruhigen. Sie befindet sich in einem Zustand der Wertschätzung, positiver Emotion, Liebe und Fürsorge. Und dadurch nimmt die Herzratenvariabilität einen komplett harmonischen Verlauf an, wie eine Sinuskurve, total regelmäßig. Der untere Proband hat die HBC-Methode aktiv angewandt, und sein Herz schwingt in einer Frequenz von 0,1 Herz und das ist ebenfalls Ausdruck des harmonischen Zustands in dem er sich befindet.

MK: Braucht man dazu ein anderes Messgerät als die gängigen Apparate in der Kardiologie, oder kann das ein Arzt auch auf einem seiner Geräte sehen?

JB:Nein, das ist ein anderes Gerät, welches ich auch zu meinen Seminaren mitnehme um den Zuhören zu zeigen wie selbe Herzfrequenzen noch lange nicht den selben Allgemeinzustand abbilden.

Bild 5, Abbildung von Atmung, Herzrate und Blutdruck, vor und nach einer Quick-HBC Anwendung.

Herzrate
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Wie gerade am Herzen veranschaulicht, wirkt sich dessen Veränderung auch sofort auf Atmung und Blutdruck aus. Vor (Bild 5) der HBC-Übung ist alles ganz chaotisch und ab dem Moment, wo sich die Herzratenvariabilität dadurch, in eine harmonische Schwingung ändert - geschieht automatisch, dass Blutdruck und Atmung mitziehen.

MK:Stellst Du uns noch ein wenig Erklärung zur Verfügung, wie das funktioniert?

JBJa gerne, ich habe einen Video in dem das anschaulich erklärt wird wie die HBC-Methode durchgeführt werden kann. Außerdem kann ich es auch einfach noch mal hier im Interview erklären


„Quick-Coherence-Technique“

Gerade hinsetzen, so dass sich die Füße nicht berühren, dann legt man beide Hände aufs Herz.

Man schließt die Augen, atmet die ganze Übung lang tief in den Bauch atmen – dadurch fängt der Atem an wie von selbst zu fließen – und lenkt die Aufmerksamkeit auf sein Herz.

Nun versetzt man sich in eine der folgenden Emotionen: Anerkennung, Dankbarkeit, Mitgefühl oder Fürsorge.

Das ganze macht man dann für drei bis fünf Minuten.

Weiterhin tief durchatmen.

Das ganze macht man dann für drei bis fünf Minuten.

Wenn einem das mit den Gefühlszuständen zu schwierig erscheint, stellt man sich einfach etwas schönes vor: Ein Spaziergang am Strand, die Geburt des ersten Kindes, ein Katzenbaby irgendetwas Schönes, und versucht dieses Gefühl über drei bis fünf Minuten zu halten.


Wer will kann auch bei mir jeden Tag um 13:00 und um 20:00 Uhr für 7 Tage bei meiner Zoom-Meditation mitmachen (1)

MKLiebe Jessica, ich danke Dir herzlich, dass Du Dir die Zeit für dieses interessante Interview genommen hast.

JBJa sehr gerne.

Zum Autor:

Marion Koffend

Marion Koffend Jahrgang 63, ist Chefredakteur der 2017 gegründeten Zeitung Zivilimpuls. Sie ist weder Journalistin noch ist sie Medienschaffende gewesen. Die Not der Informationslücken nötigte sie zu dem Schritt eine eigene Zeitung zu gründen, um der Gegenseite eine Stimme zu verleihen.

Quellen

(1) Bitte per Mail (jessica.becker@fymfys.de) anmelden, dann kann man für sieben Tage kostenlos teilnehmen.