Quelle: bitshute

Geheime Luxus-Abendessen von Ministern in Frankreich

Pariser Abendessen so luxuriös wie illegal, trotz Pandemie?

Marion Koffend 5.4.2021

Der Pariser Staatsanwalt Rémy Heitz eröffnete am Sonntag, nach einem Bericht des französischen Privatsenders M6 über verbotenen Feiern, eine strafrechtliche Untersuchung. Der Veranstalter zog allerdings seine anonyme Aussage, in der er behauptet hatte, verschiedene Minister seien anwesend gewesen, zurück.

Der Sender M6 hatte am Freitagabend eine Reportage mit versteckter Kamera ausgestrahlt, von einem Ort der als „unterirdisch gelegenes Restaurant, der schöneren Viertel Paris“ vorgestellt wurde und wo die Gäste wie die Kellner keine Masken trugen und auch die Abstandsregeln nicht einhielten. M6 berichtete auch von einer privaten Party, auf der Dutzende von Gästen ohne Masken erschienen und sich teilweise küssten.

Der Staatsanwalt Rémy Heitz teilte am späten Sonntag mit, dass er den Fall an die Brigade de répression de la délinquance à la personne (Pariser Kriminalpolizei) zur Untersuchung weitergeleitet habe, um zu prüfen, ob Partys unter Missachtung der Hygienebestimmungen organisiert wurden und um festzustellen, wer die Organisatoren und Teilnehmer gewesen seien.

Einer der Organisatoren, der von M6 interviewt wurde, sagte mit verstellter Stimme: "Ich habe diese Woche in zwei oder drei Restaurants, die angeblich geheime Restaurants sind, mit einer Reihe von Ministern gegessen."

Angesichts der M6-Aufnahmen und ihrer früheren Veröffentlichungen in den Netzwerken wurde dieser Mann von mehreren Medien und Internetnutzern als Pierre-Jean Chalençon, Besitzer des "Palais Vivienne" im Zentrum von Paris, identifiziert.

Herr Chalençon hat in einer Erklärung seines Anwalts, gegenüber der AFP am Sonntagabend zugegeben, diese Quelle zu sein. Aber er plädierte dafür, dass er nur "humorvoll" war und einen "Sinn für das Absurde" hatte, als er sagte, dass die Minister an solchen Mahlzeiten teilnehmen.

In einem Video im Februar sagte er hingegen, er organisiere "Mittag- oder Abendessen" in seiner Residenz mit dem Gastronomen Christophe Leroy. Letzterer reagierte nicht auf Anfragen der AFP. Der Regierungssprecher, Gabriel Attal, "muss bald zum Abendessen kommen", sagte Herr Chalençon ebenfalls im Februar.

Gabriel Attal meinte dazu, er habe diesen Auszug mit großem Erstaunen auf Twitter entdeckt. Attal kenne Herrn Chalençon nicht und hätte nie an einem Abendessen oder einer solchen Party teilgenommen. Außerdem sei die Anwesenheit von Regierungsbeamten bei diesen Abendessen ausgeschlossen.

Am Sonntag sorgte die Kontroverse für Reaktionen auf Twitter, unter dem Hashtag #OnVeutLesNoms, aber auch bei den Ministern in den Sonntagssendungen.

Bei „Le grand rendez-vous“ Europe1, Les Echos und Cnews hatte die Ministerin Marlène Schiappa geäußert, wenn Minister oder Abgeordnete tatsächlich bei solchen heimlichen Abendessen dabei gewesen seien, sie wie jeder Bürger mit einer Geldstrafe belegt werden müssten.

Während der Grand Jury RTL-LCI-Le Figaro hatte sich der Wirtschaftsminister Bruno Le Maire skeptisch gezeigt, er meinte, alle Minister, ohne Ausnahme würden die Regeln respektieren.

Bei einem Besuch in einem Impfzentrum in Marcq-en-Baroeul stellte Innenminister Gérald Darmanin klar: Entweder seien diese Fakten falsch und man solle sie nicht anprangern, oder sie sind wahr und diese Leute müssten für die Organisation solcher Partys verfolgt und, wie er sich vorstellen könne, verurteilt werden.

Es sei völlig inakzeptabel, so Darmanin, jeden Tag interveniere die Polizei und Gendarmerie in Arbeitervierteln, weil dort riesige Grillfeste stattfänden. Es ist offensichtlich, dass in den schönsten Vierteln der Hauptstadt die Regeln ebenso gelten würden. Es gebe nicht zwei Arten von Bürgern. Darmanin hat eine administrative Untersuchung an das Pariser Polizeipräsidium weitergeleitet.

Wieso man hier am Wesentlichen vorbei berichtet ist völlig unverständlich. Denn der eigentliche Skandal ist doch, dass genau die Minister, die die Menschen in Panik versetzten mit Hilfe der Medien und der einseitigen Auswahl von Experten und Wissenschaftlern, jetzt meinen, sie könnten mit einer Geldstrafe alles ungeschehen machen? Es ist doch so, wenn ich glaubhaft versichere es sei ein gefährlicher Virus im Umlauf, selbst aber die Maßnahmen zu seiner Eindämmung missachte, ich mir in Wirklichkeit sicher bin, dass es eben keinen gefährlichen Virus gibt und sondern er lediglich ein Instrument für ein Ziel darstellt, von dem letztlich nur die Mächtigen und Einflussreichen profitieren werden. Wir danken dem Wissleblower.

Quelle: